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Der Begriff „Highly Sensitive Person (HSP)“
(übersetzt als Hochsensitive Person sowie als Hochsensible Person) wurde von der amerikanischen Psychologin und Psychotherapeutin Elaine N. Aron geprägt. Sie ist selbst hochsensitiv und erforscht dieses Phänomen seit vielen Jahren. (Ihr Selbsttest ist hier zu finden. – Eine deutsche Fassung hier.) Ein darauf basierender positiv formulierter Selbsttest ist im Buch „Vom Arbeiten und Leben – Drei Hochsensitive erzählen“ von Netzwerkgründerin Sabine Knoll und den Netzwerkmitgliedern Manuela Mätzener und Marion Ziegelwanger (BoD 2016) erschienen. – Entscheidend ist das Zusammentreffen von 4 Faktoren, um eine HSP zu sein: die detailliertere Wahrnehmung von Reizen, vor allem aber die tiefgehendere und vernetzte Reizverarbeitung, das intensive emotionale Innenleben und die schnellere Reizüberflutung.

Wir haben uns für die Übersetzung „Hochsensitive Person“ entschieden, weil in ihr die Sinne (Senses) stecken, die bei dieser Veranlagung eine große Rolle spielen. Elaine N. Aron selbst unterscheidet nicht zwischen hochsensibel und hochsensitiv.

Laut Elaine Aron sind rund 15 bis 20 Prozent der Menschen hochsensitiv geboren. Viele Hochsensitive, die nicht um ihre Veranlagung wissen, fühlen sich als Außenseiter/innen, „nicht normal“ und missverstanden von ihrem Umfeld. Hochsensitivität ist KEINE Störung, Erkrankung, kein Defizit, sondern eine Gabe, sofern man auf sie Rücksicht nimmt und ihr gemäß lebt. Das bedeutet nicht, sich aus dem Leben auszuklinken, jedoch einen achtsamen Umgang mit sich selbst und allem, womit man sich umgibt.

Manche HSP sind außerdem HSS (High Sensation Seeker), was das Leben für sie zusätzlich herausfordernd macht. Sie sind eher extrovertierte HSP, sind auf der Suche nach (starken) neuen Eindrücken und Bekanntschaften, lieben die Abwechslung, mögen keine Routine, warten nicht gerne etc. Als HSP/HSS fühlt es sich an, als hätte man einen Fuß auf der Bremse und einen auf dem Gaspedal. Einer Sehnsucht nach Neuem steht die Schwierigkeit gegenüber, zu viele Reize zu verarbeiten. Hier gilt es besonders, die Balance zu finden zwischen Zeiten der Aktivität und der Passivität, der Ruhe.

Einige Autorinnen haben auch das Thema Hochbegabung mit Hochsensitivität/Hochsensibilität in Verbindung gebracht. Elaine N. Aron hat diese Verknüpfung selbst nicht thematisiert. – Wir finden im Netzwerk die Kombination aus HSP und Scanner (die Vielbegabten) interessant – etliche unserer Mitglieder mit Angebot fühlen sich als beides. Mehr über das Thema in diesem Artikel. – Mitglieder mit Angebot aus mehreren Bundesländern sind in der Projektgruppe HSP-Scanner zu finden.

Mehr über die Kennzeichen von hochsensitiven erwachsenen Menschen und Kindern sowie Nährendes für HSP ist auf den folgenden Seiten zu finden sowie in diesem Fachartikel.

Fachartikel Hochsensitivität

Radio-Beitrag:  Netzwerkgründerin Sabine Knoll im Gespräch mit Ingrid Bichler (Ausschnitt aus „Lebensfreude at home“ mit Ingrid Bichler und Jutta Summer, gesendet im Campus & City Radio 94.4 St. Pölten am 22. 11. 2013)

Bachelor-Arbeit von Pia Drabits (befragt wurden auch Netzwerkmitglieder)

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